Das Allgäu ist eine Landschaft und Teilregion Oberschwabens, die sich über den südlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben (Bayerisch-Schwaben), das äußerste südöstliche Baden-Württemberg sowie einige zu Österreich gehörende Grenzgebiete erstreckt. Es ist in der Gegenwart vor allem als Ferienregion und als Dachmarke bekannt.

 

Das Kleinwalsertal

Vom überragenden Blickfang, dem imposanten Bergplateau "Gottesacker" im österreichischen Kleinwalsertal, geht die Sage, Gott selbst hätte ihn erschaffen. Das liegt wohl an seiner Einzigartigkeit, den bizarren Formen einer außergewöhnlichen Karstlandschaft.
Von Osten, Süden und Westen durch Berge umrahmt, erschließt sich das Gebirgstal - seit über 100 Jahren ein deutsches Zollanschlussgebiet - in Richtung Allgäu. Die Talbewohner begrüßen ihre Gäste jedoch im Dialekt ihrer Walliser Vorfahren, die Ende des 13. Jahrhunderts in der unverwechselbaren Naturregion siedelten. Stattliche Walserhäuser, die Ursprünglichkeit des wild romantischen Hochtals und atemberaubendes Bergpanorama harmonieren mit den Ferienqualitäten unserer Tage, im Sommer wie im Winter.
 
Allgäu im hohen Süden

Der Zauber der Region, vom Allgäuer Tor bis Oberstdorf, von Oberstaufen bis Bad Hindelang, liegt im Wechselspiel der Dinge. Solchen, die sich behutsam verändern und anderen, die natürlich da sind. Unübersehbar die Allgäuer Alpen, davor sanft grünes Allgäuer Ferienland. Durchzogen von silbernen Gebirgsbächen, tiefblauen Flussläufen und Seen. Die historische Reichs- und Stiftstadt Kempten neben verschwiegenen Tälern und kulturellen Glanzpunkten vor überschäumender Naturkulisse. Ein sprichwörtlich reizvolles Klima für zwischendurch. Erholsame Familienferien, allergiefreie Atempausen und Wohlfühltage mit Schroth und Kneipp.
 
Bei uns steht das Original

Ludwig II. von Bayern wuchs in Hohenschwangau auf. Er wusste um die Schönheit der Region. Ihm hat das Voralpenland zwischen der Freien Reichstadt Kaufbeuren, dem Ammergebirge, Füssen und der Tiroler Grenze auch sein Wahrzeichen zu verdanken: Neuschwanstein, weltweit bekannt dank seiner markanten Architektur und geschätzt ob seiner hochkarätigen Konzertreihe. Doch damit nicht genug. Keine königlichen Träume, sondern ganz realistisch liegen den majestätischen Märchen nahezu 50 malerische Seen und Weiher zu Füßen. Das Land an und in den Bergen schöpft aus der Kraft des Wassers. Die weiße Flotte zieht auf dem Forggensee am Neuschwanstein-Festspielhaus vorbei. Doch am geschichtsträchtigen Lechfall bleibt das kühle Nass seit langer Zeit Hauptdarsteller.
 
Bei Sebastian Kneipp daheim

Man blickt weit über dieses Land, mit sanften Hügeln, ruhigen Flüssen und Auen. Es ist bestimmt kein Zufall, dass Sebastian Kneipp gerade in der harmonischen Landschaft seiner Heimat Ottobeuren die Heilkunst in der Einheit von Körper, Geist und Seele entdeckte. Heute pflegt das Kneippland die Fünf-Säulen-Therapie in den Gesundheitszentren von Bad Wörishofen über Bad Grönenbach bis Ottobeuren. Angereichert mit Wohlfühl-Therapien und alternativer Medizin, unter anderen auch die traditionelle Chinesische Medizin, setzt die Region ganzheitliche Denkmale. In Stein gehauen, mit Fresken versehen, in Zedernholz gekleidet, durch wehrhafte Türme geschützt zeigen sich die Kulturdenkmale vom Fuggerschloss zu Kirchheim bis zur Reichskartause von Buxheim. Vom harten Tagewerk alter Zeit erzählt das älteste Allgäuer Bauernhofmuseum in Illerbeuren. Zur Benediktinerabtei und Barock-Basilika Ottobeuren pilgern neben Gläubigen und Kunstinteressierten vor allem auch Liebhaber klassischer Musik
 
Alpenland am Bodensee
Das Land prägt die Menschen

Weiß und rosa blühende Obstbäume vor schneebedeckten Alpengipfeln. Der Wärmespeicher Bodensee macht’s möglich, dass zwischen Weiler, Scheidegg und Lindau grüne Weiden allmählich Obstwiesen und Weinbergen Platz machen. Die Menschen verstehen es, gesellige Feste zu feiern und die vielschichtige Kultur ihrer Region sorgsam zu pflegen. Die Architektur von alemannischen Schindelhäusern, herrschaftlichen Patriziervillen und schwäbischen Kaufmannshäusern in Isny, Wangen und Leutkirch lässt ihre wechselhafte Geschichte erahnen. Weiter nach Norden wird das Land weit, man vergisst fast die Höhenlage. Die Urlandschaft des Bad Wurzacher Rieds ruft sie wieder in Erinnerung. Das Naturschutzgebiet gilt als die größte intakte Hochmoorfläche Mitteleuropas. Für ihren Schutz sorgt man in Bad Wurzach, denn man kennt seine heilende Wirkung und wendet sie gesundheitsfördernd an.
 
Das wohl schönste Hochtal Europas

Was den bayerischen Reiseschriftsteller Ludwig Steub vor 150 Jahren zu dieser Beschreibung trieb, steht heute noch fest, rau und unverrückbar: die Tannheimer Berge, Rot Flüh, Gimpel, Köllespitz und Gehrenspitz. Allesamt Wahrzeichen im Tannheimer Tal, eingebettet in die Allgäuer Alpen. Dazwischen glitzern zwei Bergseen und wollen umrundet werden. Der Freude an Bewegung sind hier keine jahreszeitlichen Grenzen gesetzt. Es lohnt sich, nicht nur die Augen, sondern auch das Herz offen zu halten. In den fünf Dörfern pflegt man Brauchtum und Tradition genauso wie Gastfreundschaft. Dies gilt auch für den kleinen Nachbarn Jungholz, keinen Steinwurf weit entfernt. Trotzdem verbinden dieses schmucke Schnitzer-Dorf nur Fuß- und Wirtschaftswege mit dem Tiroler Mutterland. Dagegen führt vom Allgäu herauf die einzige Straße in die Mitte des überschaubaren Ortskerns. Rundum grüne Matten, Wälder und der raue Gipfelaufbau des Hausbergs Sorgschrofen. Dazwischen ein kostbares Gut – Erholung pur.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 17:56 Uhr )